Dienstag, 14. Oktober 2008

Support Obama!

Nun ist der Wahlkampf auf der Endspurt und wir halten die Spannung kaum noch aus! Mit allen Mitteln werden die letzten Unentschlossenen umworben, damit in wenigen Tagen auch nichts schief geht. In der letzten Zeit wurden ja immer mal wieder diskutiert, dass Obama bei weissen Arbeitern und bei aeltern, juedischen Amerikanern nicht so gut ankommt. Wie versucht wird, dieses zu aendern zeigen zwei Internetsots, die in ihrer Machart unterschiedlicher nicht sein koennen, aber trotzdem beide die gleiche Botschaft haben: Waehlt Obama!.
Das erste Video zeigt Richard Trumka auf einem Kongress der Stahlarbeitergewerkschaft, deren Generalsekretär er ist. Wenn man nach dem Aussehen geht, so ähnelt er dem guten Peppone doch sehr. Er hält hier eine sehr engagierte Rede, in der er deutlich macht, dass es tausend gute Gruende gibt, nur Obama zu waehlen, und nur einen schlechten, es nicht zu tun. Naemlich weill er nicht weiis ist. Aber seht selbst! Der Typ ist einfach super!



Das zweite Video zeigt Sarah Silverman. Sie ist hier ein rechte bekannte Komikerin, die sich durch recht derbe Spaesse ueber alle moeglichen Leute auszeichnet. Dieser Masche bleibt sie auch hier treu! Die Grundaussage ist: Wenn die ganzen alten Leutchen, die nun nach Florida gezofgen sind, nicht Obama waehlen, dann sehen sie halt ihre Enkelkinder nicht so schnell wieder! Man kann sich vorstellen, dass dieses wohl funktioniert. Im Fernsehen wurde auf jeden Fall viel darueber berichtet. Viele sind durch die Hetzkampagnen der Republikaner so beeinflusst, dass die wirklich glauben, dass Obama ein Moslem, Terrorist, Kommunist, Kinderschaender, Araber (wirklich schlimm!) oder sonst was ist. Da hilft dann nur noch die persoenliche und interfamiliaere Aufklaerung!


Hoffen wir, dass es hilft!

Sonntag, 12. Oktober 2008

Go Suffer Jets!


Endlich hatten wir die Gelegenheit, Ithacas neuste Attraktion kennenzulernen. Ithaca verfuegt naemlich seit letztem Jahr ueber ein Roller-Derby-Team! Von unseren Freunden hier habe ich mir dann erklaeren lassen, dass bei dieser Sportart zwei Frauenteams auf Rollschuhen gegeneinander antreten. Es gilt, die eigene "Jammerin" an den Laeuferinnen des anderen Teams vorbeizulotsen. Dieses versucht allerdings mit allen Mitteln, das zu verhindern.
Die ganze Sache ist in den dreissiger Jahren waehrend der grossen Depression entstanden, als Leute fuer Kohle alles machten. (Mal sehen, was jetzt so alles erfunden wird ;)) Waehrend es damals etwas Verruchtes ("Frauen in kurzen Roecken, die einander schubsen") war, gilt es heute im Fernsehen als mega trashig ("Frauen in kurzen Roecken, die einander schubsen"). Mit diesem Image spielen die Teams, die hier im Nordosten in einer Liga organisiert sind. Unser Team heisst Sufferjets, wobei der Name an den der Fraurechtsorganisation Suffragettes angelehnt ist. Das ganze Spektakel fand in der Eishalle statt, in der sich ziemlich viele Leute allen Alters eingefanden. Nach den beiden Nationalhymnen (die Hymne von Canada wird in Eishockey-Stadien mitgesungen) ging es dann gleich gut zur Sache. Der Moderator wurde dabei vom captain unterstuetzt, die sich leider beim letzten Spiel das Bein gebrochen hat.
Aber seht selbst:



Das beste an der ganzen Sache war, dass es nichts mit Cornell zu tun hat. Es sind einfach ein paar Leute, die Lust haben was Witziges zu machen. Und das ist mal gut so!
Wir hatten auf jeden Fall einen witzigen Nachmittag und ueberlegen, wie man am besten eine Ultravereinigung organisiert.


Ach ja, das richtige Essen gab es natuerlich auch!

PS: Wer immer noch denkt, dass Rollerderby das Gleiche wie Frauenschlammcatchen ist, dem (oder der) sei gesagt, dass bei letzterem keine Rollschuhe erlaubt sind.

Visitors.(6)


Kaum lag die Doppelluftmatratze nach Anna-Gesas Besuch zusammengefaltet im Schrank, da wurde sie schon wieder fuer Gunnar und Gabi rausgeholt! Allerdings erst nachdem wir alle aus NYC zurueck waren. Dort haben wir uns naemlich getroffen und ein super Wochenende verbracht!
Von unserem Stuetzpunkt in Harlem aus haben wir ganze Stadt erlaufen, wobei Gabi und Gunnar uns beide ordentlich abgehaengt haben. Als Ausgleich bekamen wir dann auch dann das Doppelbett in unserem Loft-Apartment. Das Apartment war wohl urspruenglich als richtige Wohnung vorgesehen. Aus unbekannten Gruenden ist dann daraus ein Hostel geworden, welches nur zu empfehlen ist (alleine schon wegen der Aussicht!). Neben dem 'ueblichen' sightseeing haben wir auch noch einige unbekannte Dinge entdeckt, was bei der Groesse der Stadt nicht sonderlich ungewoehnlich ist. So haben wir zum Beispiel eine kleine Kneipe in der Naehe des Times Square aufgetan, die mit ihren Boxfotos und uraltem Inhaber richtig gemuetlich war. Richig lustig war es am Freitag abend in der Wall Street. Neben Demonstranten warteten auch Journalisten und Polizisten gespnnt auf den Ausgang zur Abstimmung ueber das Finanzrettungspaket. Silvia und Gabi waren dann auch noch beim Madonna-Konzert im Madison Square Garden.
Nicht minder aufregend ging es dann in Ithaca zu. Gunnar hatte zwar einige Dinge ja schon gesehen, aber Ithaca noch genug in der Rueckhand! Zweimal hatten wir alle die Gelegenheit, an uramerikanischen Veranstaltungen teilzunehmen. Waehrend allerdings ueber das eine Event ober berichtet wird, wird bezueglich des zweiten erst noch Stillschweigen gewahrt!
Nach sehr schoenen Tagen mussten wir sie dann aber schweren Herzens Richtung Kanada ziehen lassen. Wir hoffen aber, dass sie, ebenso wie Anna-Gesa, ordentlich Werbung fuer Ferien bei uns machen, und bald nochmal wiederkommen!



PS Nagetiere sind uns nur hier begegnet!

Visitors.(5)



Als erste aus der Familie hat es Anna-Gesa ueber den grossen Teich geschafft! Nach einigen Tagen bei Enno auf Long Island haben wir uns in Boston getroffen, wo Silvia und ich an der GAIN-Konferenz teilgenommen haben. Und da wir in einem schicken Hotel gleich eine ganze Suite bekamen, konnten wir ihr grosszuegigerweise das Sofa ueberlassen. Zusammen sind wir dann nach Ithaca gefahren, wo es zwar weniger aufregend aber nicht minder schoen war. Anna-Gesa ist sogleich ins Ithaca-Stadtleben eingetaucht, so dass sie nun hier besser Becheid weiss als wir. Die Wasserfaelle in nah und fern wurden auch zusammen in Augenschein genommen. Die ganze Ruhe und Entspannung hier hat dann auch fuer die noetigen Reserven gesorgt, die in der grossen Stadt auf einmal abgerufen wurden. Nach zweieinhalb sehr schoenen Wochen fuer uns alle hatte sie noch einige Tage in NYC, um das anzuschauen, was sie beim ersten Mal uebersehen hat. Als Unterkunft hatten wir ihr ein Hostel empfohlen, dass wir auch fuer uns eine Woche spaeter mit Gunnar und Gabi teilen wollten. Es war zwar bekannt, dass es dort recht einfach und beengt (Zimmer=Tuer+Bett)zugeht, aber von Nagetieren in der Matratze war auf der homepage keine Rede. Dank freundlicher Menschen gestaltete sich die deshalb noetige Ersatzunterkunftssuche recht einfach, so dass sie noch schoene Tage in Brooklyn hatte. Von dort aus ging es dann mit tausenden Fotos, zwei Extrataschen, fuenfzig neuen Kleidungsstuecken, keinen Nagetieren und hoffentlich gute Erinnerungen an eine gute Zeit zurueck nach Hamburg.
Wir hoffen, dass Anna-Gesas reichlich Werbung fuer Ferien in Ithaca & Co macht!

PS Nach den Ereignissen haben wir uns natuerlich auch eine neue Unterkunft gesucht. Wie erfolgreich wir waren, dass seht ihr in den spaeteren Eintraegen!
PPS Anna-Gesa hat sich auch als recht gute, weann auch ubekannte, Fotografin einwiesen.

Brot und Bier.


Nach einigen Monaten Amerika hatten wir ein ueberaus starkes Beduerfnis mal fuer einige Zeit wieder zu Hause zu sein. Nach einer laecherlich kurzen Anreise von 25 Stunden waren wir dann auch flugs in Ostfriesland und haben von dort einen Abstecher nach Hamburg gemacht. Bei Superwetter hatten wir dort tolle, aufregende Tage, von denen wir uns in Norden dann erholen konnten. Wir haben zwar leider nicht jeden und jede sehen und besuchen koennen, wie wir uns es vorgestellt hatten, aber dafuer ist ja Weihnachten auch noch Zeit.

Sorry.

We're deeply sorry, wie man hier so sagt. Wofuer? Na, fuer die fehlenden Blogeintraege der letzten Monate. Aber hier war echt ne Menge los, so dass diese Sache leider etwas zu (sehr) kurz gekommen ist. Aber gleich nach unserer Rueckkehr aus Deutschland waren wir viel unterwegs, hatten Besuch, mussten Berichte schreiben und staunten nicht schlecht ueber den Zusammenbruch des globalen Finanzsystems. Da wir aber stets alles digial dokumentiert haben, werden Euch die folgenden Eintraege davon einige Bilder geben. Aber seht selbst!