Mittwoch, 25. März 2009

Crazy.


Also, um es klar zu sagen, weder Silvias einwoechiger Besuch in Leipzig, noch die Tatsache, dass es einen direkten Zug noch Norddeich nach Leipzig gibt, und schon gar nicht Silvia sind verrueckt (sondern eher awesome). Verrueckt war vielmehr dies hier. Zum ersten Mal in meinen Leben habe ich eine Vorahnung bekommen, was es heisst aelter zu werden, d.h. nicht zu schnallen, was so um einen herum abgeht. Silvia und ich waren natuerlich Gaeste der Leipziger Buchmesse, die ja einfach riesig ist. Am Anfang haben wir uns auch nicht so sehr ueber die Elfen und Trolle gewundert, die in der riesigen Menschenmenge zu sehen waren. Als wir aber in die Halle mit den Mangas, also den japanischen Comics, kamen, da gab es nur noch staunen. Kids im Alter von 12 bis 35 liefen dort in den Verkleidungen ihrer Manga-Helden rum, posierten voreinander und machten reichlich Fotos. Manche Verkleidungen waren cool oder eher einfallslos. Etwas verstoerend waren die, die das Sexualisierte der Mangas zu stark rausbrachten. Aber man konnte schon die Attraktivitaet der Sache erkennen, denn es geht alles. Da liefen Jungs in Latex und Pumps rum, ebenso wie Maedels mit riesigen Holzkeulen und Schmetterlingsfluegeln. Neben den Verkleidungssessions gab es aber auch Wettbewerbe, bei denen die besten selbstgezeichneten Geschichten oder Cover-Bilder praemiert wurden. Und da muss man sagen, dass echt coole Sachen dabei waren.
Wir haben uns dann aber doch eher an das Standardprogramm gehalten und glauben, dass wir da nicht mehr mitmachen.

PS Mehr zu Silvias Besuch gibt es spaeter.
PPS Der Zug aus Norden auch auch schon Besuch gebracht. Nachmache ist erwuenscht.

Go east.



Die meisten von Euch wissen es ja schon, Silvia und ich gehen in den Osten! Jahrhunderte lang war die bevorzugte Richtung zwar der Westen, aber die Zeiten aendern sich. Tatsaechlich bilde ich auch schon seit Anfang Maerz die Vorhut fuer unseren Treck, was hoffentlich etwas erklaert, warum dieser blog in der letzten Zeit etwas ruhig geblieben ist. Aber seit meiner Abreise waren wir beide so voll mit anderem Zeugs, dass detailierte Beschreibungen unserer Umgebung ausblieben. Ich hoffe, dass wir das nun in Zukunft aendern koennen und moechte Euch nur mit den noetigsten Fakten versorgen: ich arbeite in Bitterfeld-Wolfen bei einem grossen Photovoltaik-Hersteller, wohne aber Gott sei Dank in Leipzig. Silvia haelt noch in Ithaca die Stellung, kommt aber im Sommer nach. Der Nachteil an diesem Arangement: Silvia und ich wohne gerade mal nicht zusammen. :( Der Vorteil: Nun gibt es im Idealfall immer Berichte aus zwei Orten, die beide nicht Barmbek sind.

PS Keine Sorge, obiges Foto entstand nicht in meiner jetzigen Wohnung.