Sonntag, 30. März 2008

Preisfrage.

Ich will hier gar nicht soviele Worte verlieren. Nur so viel: Ich war alleine fuer die kommende Woche bei Wegmann's einkaufen. Neben anderen Dinge kaufte ich zwei Buendel Fruehlingszwiebeln, die ich in unterschiedliche Tueten packte (hatte das zweite Buendel erst vergessen). Hier muss man sein Gemuese selbst einpacken, abwiegen und mit einem Preisaufkleber versehen. Tja, unten seht ihr das zweite Buendel:









Und nun die Frage, was ist da wohl schief gelaufen?
Und welche Konsequenzen ziehe ich daraus:
a. keine Fruehlingszwiebel mehr (sind zu teuer).
b. Silvia einkaufen schicken
c. Kassenbon nach dem Passieren der Kasse kontrollieren.

Mehrfachnennungen sind moeglich. Dem Gewinner/Gewinnerin winkt ein Buendel Fruehlingszwiebeln.

Visitors!
















Nach unseren erbarmungslosen Long Island Besuchen hat sich Enno gleich zu einem Revanchebesuch am Osterwochenende entschlossen. Und wie Eltern, die nervoes das Verhalten ihrer Zoeglinge beaeugen, wenn die Erbtante zu Besuch ist, so blickten wird stets verhalten gen Himmel, denn natuerlich wollten wir, dass sich Ithaca von der besten Seite zeigt. Und wir (inklusive Enno) wurden nicht enttaeuscht! Bei Sonnenschein und guter Laune konnten wir alle
Programmpunkte voellig locker und spontan abarbeiten! Ski-fahren am Greek Peak, Wasserfall-anschauen, Thai-Essen essen, Cornell angucken und Kunsthalle besichtigen!

Und da Ostern war, konnten Enno und Silvia fachmaennisch mit deutscher Traditions-und Qualitaetsfarbe auch einige Eier faerben, dem Annette-Ostern-erste-Hilfe-Paket sei Dank. Tatsaechlich war es fuer Silvia das erste Mal, dass die Eier nicht fertig in den Nestern lagen. Tja, irgendwann muss halt jeder mal erwachsen werden.
Kurzum-wir hatten ein super Wochenende und wer mehr Fotos sehen moechte, der kann das auf Ennos blog tun.

PS: Das mit der Erbtante hat rein stilistische Gruende und nichts mit Ennos Verhalten oder Testament zu tun.

Montag, 17. März 2008

Cultural life.(3)

Am letzten Freitag sind wir hier auf dem Campus Zeugen eines sehr lustigen Ereignisses geworden. Am letzten Tag vor dem spring break, den kurzen Semesterferien, die die Pruefungswochen endgueltigen beenden, fand der sogenannte dragon day (Drachentag) statt. Waehrend in der Vergangenheit schonmal die Welt fast unterging, war diesmal alles sehr friedlich, froehlich und ausgelassen.

Jedes Jahr planen, designen und bauen die Architektur-Erstsemestler einen grossen, beweglichen Drachen, der in einer grossen Parade ueber den Campus bis zur grossen Hauptwiese wandert. Dies geschieht zu Ehren der graduates (Architektur-Absolventen), die in lustigen Verkleidungen vor dem Drachen tanzen und feiern. Auf der grossen Wiese schliesslich entledigen sich dann alle dieser Verkleidungen, sofern der sittliche Anstand nicht verletzt wird, und werfen sie auf den Drachen. Anschliessend drehen dann die Absolventen mit den Erstsemestlern ausgelassen unter dem Jubel der Zuschauer noch einige Runden, bevor der dann alles (ohne Absolventen und Erstsemestler) in Brand gesteckt wird. Ein grosses Osterfeuer mit Autoreifen sozusagen.
Von den Verkleidungen haben uns diese am besten gefallen:

Die komplette Fotoserie findet ihr hier. Und den Beweis, dass es hier nicht so pruede zu geht, wie man manchmal denkt, findet ihr in dieser Fotostrecke, in der ein geplatztes Kondom und einige Spermien die Eizelle jagen (als der Drache noch nicht da war).
Natuerlich waren sehr viele Frisch-Graduierte voll wie Eimer. Den water boy hatte ganz besonders getroffen. Seine Geschichte haben wir auch noch separat hier gespeichert.

Fazit: Es kann hier schon ganz lustig sein.

Montag, 10. März 2008

New York, New York!

Schliesslich haben wir es doch geschafft! Trotz aller laecherlichen Wetterbeeinflussungsmassnahmen von wem auch immer sind wir am vergangenen Freitag nach einer siebenstuendigen Fahrt im Dauerregen wohlbehalten auf Long Island angekommen. Die Stimmung war nur kurz getruebt als wir uns waehrend des eineinhalbstuendigen Staus vor der Washington Bridge von einem Verkehrsschild verhoehnen lassen mussten.
Aber als Enno dann den Tee einschenkte, spaetestens dann war endgueltig alles wieder gut.
In den folgenden zwei Tagen haben wir dann alle Sehenswuerdigkeiten anhand eines austarierten Zeitplan abgearbeitet, so dass jede Sekunde, die wir nicht verplaudert haben, optimal genutzt wurde. Die Auswahl der Sehenswuerdigkeiten erfolgte nach strengen demokratischen Spielregeln, wobei mir fast mit zweidrittel Mehrheit das Stimmrecht entzogen wurde. Schliesslich einigten wir uns auf IKEA, MoMA, Times Square, China Town, Long Island Ferry und Diwan.

Der Ikea-Besuch war in jeglicher Hinsicht ein Erfolg, den er erlaubte die Vervollstaendigung unserer Wohnungseinrichtung. Jetzt sieht fast alles genauso aus wie in Hamburg (aber nur fast).
Das MoMA war eindrucksvoll wie immer. Neben dem reinen Angucken&Staunen war dann sogar noch ein wenig Zeit fuer eigene Spontankunst.
Verblueffend war allerdings, dass gegen die allgegenwaertigen, dreisten Faelscher kaum vorgegangen wurde. Mehr Fotos findet ihr hier. Mein Lieblingsstueck ist uebrigens die Felltasse.
Am Times Square waren wir dann ein wenig enttaeuscht, denn es waren kaum noch Spuren von dem Bombenanschlag auf das Rekrutierungsbuero der Army zu sehen.* Dann haben wir uns halt selbst und anderes fotografiert.
Zur endgueltigen Reizueberflutung kam es dann in China Town. Wenn man bisher schon zu dem Schluss gekommen ist, dass Spanisch-Kenntnisse in New York durchaus hilfreich sind, dann ergaenzt man ohne Zoergern saemtliche chinesischen Dialekte nach dem China-Town Besuch. Bis jetzt sind die wichtigsten Infos noch zweisprachig, aber wer weiss wie lange noch?
Aufgrund der Razzien in den letzten Wochen gegen Produktpiraterie sind zwar einige Dinge nicht mehr so preisguenstig zu bekommen, aber die traditionellen Produkte sind ja auch recht reizvoll.
Die Fotos, aufgenommen auf der Faehre nach Long Island, die die beleuchtete Skyline zeigen, sind erheblich besser in unserem Gedaechnis eingespeichert als auf den Chips der Kameras und werden deshalb nicht gezeigt. Auch war die Freiheitsstatue kaum zu sehen, aber wir hatten unsere eigene ja auch immer dabei.
Nach dem schon fast traditionellem Abschlussessen beim Inder ("Diwan") in der Naehe von Grand Central Station ging es dann erst mit der Metro nach Queens, bevor uns Enno zurueck nach Long Island kutschierte. Gluecklicherweise war das Auto noch am gleichen Platz zu finden, von dem wir morgens gestartet waren.

Fazit: Uns besuchen kommen und es mit eigenen Augen sehen!

*Obwohl der Anschlag tief in der Nacht und mittels eines aeusserst schwachen Explosivkoerpers veruebt wurde und wohl mehr eine symbolische Bedeutung haben sollte, distanzieren wir uns von diesem aufs Schaerfste.

Mittwoch, 5. März 2008

Cultural life.(2)

Ithacas Kinos lassen sich in zwei Kategorien einteilen; entweder zeigen sie Army-Werbung oder nicht. Zur ersten Kategorie gehoert das Regal-Kino, welches in der Pyramid-Mall untergebracht und sicherlich in identischer Bauweise in tausend aehnlichen Malls zu finden ist. Wie es sich als gutes Multiplexkino gehoert, werden dort bevorzugt Teenie-Komoedien und Actionfilme gezeigt.
Da der neueste Rambo gerade abgesetzt wurde, haben wir stattdessen Vantage Point gesehen. Von der Idee und bezueglich der Action sicherlich nicht schlecht, aber dennoch recht klischeehaft und unausgegoren. Man hat nicht das Gefuehl, dass man das Eintrittsgeld nur verschwendet hat, aber lange bleibt der Film einem auch nicht in Erinnerung. Allerdings war es ganz witzig anzusehen, wie gerade die juengeren Zuschauer bei den pathetischen Schlussszenen (Mister President und der Leibwaechter liegen sich in den Armen) durch lautes Johlen und Buhen jedliches patriotisches Geruehrtsein im Kern erstinkten. Auch fiel auf, dass in diesem ausgewiesenen Actionfilm fiel mehr aeltere Leute waren als man es aus Deutschland kennt.
Den zweiten Regalfilm habe ich dann ganz alleine geschaut. No country for old men ist ein Flm, den man unbedingt gesehen haben muss. Zwar verschlaegt es einem ob der Brutalitaet manchmal den Atem, aber die Story, die Schauspieler und vorallem die Bilder sind einfach hervorragend. Allerdings sollte das Kino nicht so aussehen wie hier,

denn sonst hat man die ganze Zeit Angst, dass gleich ein Verrueckter mit einem Kopf-oder-Zahl spielen will oder gleich in Schaedel schiesst.
Im Programmkino in der Stadt haben wir noch Juno, There Will Be Blood und schliesslich Persepolis gesehen. Ersterer ist eine netter Teenie-Film, perfekt fuer regnerische Sonntagsnachmittage. Der zweite Film faengt einen mit seinen charismatischen Schauspielern und unglaublichen Bildern so ein, dass die 150 Minuten im Flug vergehen. Persepolis von Marjane Satrapi ist ganz wunderbarer Film ueber die Verwuerfnisse und Schwierigkeiten im oeffentlichen und privaten Leben derer, die sich Freiheit anders vorstellen als das Regime. Es gibt wenige Comicfilme, die die Moeglichkeiten dieses Genre so hervorragend einsetzen. Diesen Film sollte man sich auf jeden Fall ansehen.

PS: Vorsicht! Bei There Will Be Blood gibt es eine Doppelrolle, was ich aber nicht bemerkt habe. Hohn und Spott waren mir gewiss.

Montag, 3. März 2008

Leisure and activities.(2)

Allmaehlich kommen wir uns schon vor wie in der Truman Show. Immer wenn wir Ihaca mit dem Auto verlassen wollen (vorzugsweise Richtung New York City) hindert uns eine ploetzlich auftretende Schneekatastrophe daran. Wir haben zwar keine Ahnung, was das fuer eine Wetterbeeinflussungsmachine am BNL ist, aber offensichtlich darf auch Enno sie schon bedienen.
Aber die Schoenheit der hiesigen Umgebung erlaubt eigentlich keine Klagen!

Ithaca is gorges, wie man hier sagt! Und dieser hier ganz besonders! Er ist naemlich 10 feet hoeher als die Niagarafaelle, wenn auch nicht so breit. Wenn man aus einer Stadt mit dem groessten baumbestandenen Marktplatz Europas kommt, dann weiss man solche hidden records zu schatezen.
Aber nicht nur fliessendes Wasser laedt hier zum Verweilen ein:


Weitere Fotos von H2O in saemtlichen Aggregatzustaenden findet ihr hier.