Donnerstag, 19. Februar 2009

East Frisians are everywhere.

Kurz vor Weihnachten kam ueber die European club mailing list der Hilferuf eines Studenten, der fuer seinen Deutschkurs als Abschlussarbeit ein Interview in Deutsch u.a. ueber die 68er zu fuehren. Ich hatte mich fuer ein 10min Gespraech bereit gestellt und wir haben das dann gemacht. Nun gekam ich nach einigen Wochen Post von dem Dozenten, der den Kurs geleitet hat. Er fragte mich, ob ich auch fuer andere Studenten zur Verfuegung stehen wuerde. Er schliesst sein nettes Schreiben uebrigens mit dem Hinweis, das Ur-Grosseltern von ihm auch aus Ostfriesland kommen.


Dear Focko Meier,

I'm writing to ask a favor because you did such a good job of serving as an interview partner for Steve Otterman as part of a German-class assignment last December. [DANKE]

I was so impressed with the quality of your contribution (linguistically, but above all as a cultural informant) that I asked Mr. Otterman for your name and address so that I could inquire whether you might help with another class this spring. [SUPER, ICH SPRECHE GUTES DEUTSCH]

Would you be willing to once again serve as an interview partner with a fourth-semester student (at about Mr. Otterman's level) but this time on the topic of media usage? The course is an introduction to literary studies (Texte und Kontexte). At the moment, we are collecting information from German-speaking members of the Cornell community who do not work directly in literary studies about their leisure reading habits (or use of other media, such as internet, dvd, mp3, as opposed to books).

If you would be willing to help us again with this topic, I would give your name and address to a student who would contact you to set up a 10-min. interview sometime in the next two weeks. If you would be willing to help, please write me back to confirm your interest.

Many thanks and best wishes,
Brent

Douglas Brent McBride
Senior Lecturer
German Studies

PS: I am prejudiced (in a positive way) toward East Frisians. One of my maternal great-grandmothers was from Ditzumer Verlaat, a small village on a dike near the Dutch border, and the corresponding maternal great-grandfather was from Logumer Vorwerk, just outside of Emden.

Mittwoch, 18. Februar 2009

Ying und Yang.(3)


Dies ist mal wieder ein internes ying and yang. Ein solches typisches redneck Auto, und dann solch linke Thesen: Trennung von Kirche und Staat, BULLSHIT, zu arm um Republikaner zu waehlen usw.

Einfach sympathisch, diese rednecks!

Tallmadge Tires.


Wir koennen zwar den Namen unserer Haus-und Hof-Werstatt immer noch nicht richtig aussprechen, aber wir sind sehr zufrieden (und ja auch nicht so oft da wie andere ;)).
Die Leute sind ausgesprochen freundlich und auch in den Augen ihrer Kunden sehr kompetent. Und darauf kommt es schliesslich an. Als ich letztens zum jaehrlichen, obligatorischen safety-check + Oelwechsel da war, kam eine Frau ganz aufgeloest herein. Ihr Auto haette rumgemuckt, die Oel-und die Temperaturanzeige waeren beide angegangen. Und da sie auf jeden Fall zu ihrer Lieblingswerkstatt wollte, hatte sie ordentlich Gas gegeben, damit sie es auch ja schaffen wuerde. Die Polizei liess diese Erklaerung nicht strafmildernd gelten und gab ihr auf dem Hof der Werkstatt noch ein Knoellchen.
Aber als der Besitzer sich ihrer annahm, da wurde alles wieder gut. Er konnte ihr auch erklaeren, dass es sich bei der TEMP-Anzeige (sie buchstabierte es immer), um die Temperatur-Anzeige handelt. Als sie dann spaeter neben mir im "Warteraum" sass, fragte sie, was das denn deuten wuerde, wenn die Lampe leuchtet. Ich habe auch nur mit den Schultern gezuckt und weitergelesen. Manche Leute laesst man besser im Dunkeln. Das Helle verwirrt sie nur.

Ice age.


Am letzten Sonntag konnten wir nour noch die Nachwehen eines Naturschauspiels bewundern. Da es ja nun bekanntlich ziemlich kalt war in den letzten Monaten, sind natuerlich auch die zahlreichen, oertlichen Wasserfaelle eingefroren. So auch der Taughannock-Wasserfall, der oefter schon als Hintergrund diente (hier, hier, hier und hier). Als es nun ein paar Tage stark taute, entwickelte sich wohl eine kleine Sturzflut, die eine Menge, meterdicke Eisschollen ueber die Uferkante drueckte. Man kann sich dann schon gut die Kraefte vorstellen, die waehrend der letzten Eiszeit schiesslich die Landschaft hier mit den Huegeln, Seen und Abbruckkanten geformt haben.



Im Sommer sieht obiger Abfluss so aus. Mehr Eisfotos gibt es hier.

Happy birthday!


Der siebzehnte Februar war ein Tag der Rekorde! Silvia konnte zum dritten Mal ihren 30. Geburtstag feiern, zwei davon in Ithaca! Mit Post aus der Heimat, einigen Geschenken und einem Kuchen wurde der Tag begonnen.
Herzlichen Glueckwunsch nochmal, mein Schatz!

Samstag, 14. Februar 2009

You did it, Ethel!

In den Todesanzeigen der New York Times konnte man vor einigen Tagen lesen, dass Ethel Blum gestorben ist. Ihre Kinder und Enkelkinder haben deshalb diese fuer amerikanische Verhaeltnisse recht kurze Anzeige augegeben.

Blum -- Ethel (Kraslow), on February 11, 2009 in Sarasota, FL. Born on the lower east side on April 27, 1917, formerly resided in Merrick, NY.
She was one of a kind, and proudly outlived the Bush administration.


In dem letzten Satz heisst es, dass sie eine ganz besondere Person war und mit Stolz noch die Bush-Regierung ueberlebt hat.
Leb wohl, Ethel.

Screwing around.(2)



Da von unserem patenten Thule-Fahrradtraeger eine Schraube verlustig gegangen ist, musste ich an meinem letzten Arbeitstag dann noch eine nachmachen. Gott sei Dank konnte ich noch auf alle Ressourcen der Physik-Werkstatt zurueckgreifen. Auf jeden Fall funktioniert das Replikat super und man sieht auch kaum einen Unterschied.;)

Viva Puerto Rico.

Dies haben wir in unserer wunderbaren Urlaubswoche jeden Tag gesungen. Um der Kaelte hier in Ithaca zu entgegen, sind wir eine Woche in die Karibik geflogen. Nach kleinen Schwierigkeiten in der Umsteigmaschine (rein ins Flugzeug, raus dem Flugzeug, rein, wieder raus, rein ins neue ...) sind wir dann in dem schoen warmen San Juan gelandet. Die letzte Strecke haben wir dann mit dem Leihwagen (erst ohne Versicherung) ueberwunden. Die Hotelanlage lag direkt am Meer, wie man hier auf den Fotos sehen kann. Dort direkt am Strand haben wir dann auch die meiste Zeit verbracht. Kleine Ausfluege in den Regenwald und in die Altstadt von San Juan haben wir dann unternommen, wenn es dann doch etwas windig war.
Wenn die Eskimos angeblich zwoelf verschiedene Woerter fuer Eis haben, dann haben die Puerto Ricaner bestimmt viele Woerter fuer Regen. Auf jeden Fall kommt der Niederschlag in allen moeglichen Formen und Staerken runter, was aber wegen den Temperaturen aber kein Problem ist.
Wir haben uns auf jeden Fall super erholt!

Sonntag, 1. Februar 2009

Albert's Gewaesch.

Wenn man auf dem Weg aus der Physikbibliothek ausversehen die falsche Tuer nimmt, landet man in einem Flur des Chemie-Departments.
Falls man dann auch noch aufs Klo muss, kann man Albert Einstein dort treffen, wo er auch sicher mal hin musste (man ihn aber nicht erwartet hat). Er haengt naemlich in diesem Klo an der Wand. Freilich haengt er dort nicht einfach so herum, sondern kuemmert sich um die Hygenie. Bemerkenswert ist, dass er nach sovielen Jahren in den USA dieses immer noch in deutsch tut. Dabei macht es nichts, dass dieses nicht so ganz korrekt ist.






PS Es gibt Leute, die werden etwas nervoes, wenn man im Herrenklo die Kaemera zueckt.

Helmet not Helmut.


Nun hatte ich es ja bekanntlich nicht gerade darauf angelegt, einen einen Helm zu tragen (kein Bund, kein Motorrad). Aber beim Skifahren macht es Sinn, wie wir beschlossen haben. Die Dinger sehen zwar etwas massiv aus, sind aber recht leicht, nachdem die Herstellungsauflagen fuer diese nahezu aufgehoben wurden. Dies ist eins der super-seltenen Beispiele, dass De-Regulierung mehr erreicht (in diesem Fall Sicherheit). Frueher waren die Bedingungen so, dass die Dinger zwar Panzergranaten standhielten, aber sehr schwer waren und deshalb ungetragen blieben. Nun sind sie etwas einfacher, leichter und werden immer beliebter. Ausserdem halten sie den Kopf waermer, als es die Muetze tut, und sehen cool aus.

Samstag, 24. Januar 2009

New York, New York!(2)



New York ist immer eine Reise wert. Und eine Reise ist es aus Ithaca auf jeden Fall. Gott sein Dank hat unser Biuck nicht schlapp gemacht, denn draussen war es zum Teil bitter kalt. Negative Fahrenheit haben wir zwar nicht gehabt, aber wir waren dicht dran. In der Stadt kann man sich ja gegen die Kalte wehren bzw fluechten. Insofern waren wir viel drinnen und haben eingekauft, waren im MoMA und haben uns das Broadwaystueck Equus angeschaut. Es hat ein wenig gedauert, bis auch dem Letzten im Theater klar war, dass es sich hier trotz Daniel Ratcliff und Onkel Vernon nicht um eine Potter-Inszinierung handelt. Am Ende des Stuecks gng es recht nackig her, was man nicht ungedingt erwartet haette (schon garnicht bei Harry Potter).
Diesmal waren wir mal wieder im VMCA an der Westside, allerdings im renovierten Trakt. Das hat uns sehr gut gefallen. Unser Auto hat die Naechte gleich neben an in der Tiefgarage verbracht und fast ebenso viel bezahlt wie wir. Kurzum, es hat sich sehr gelohnt.
Unsere Fotos gibt es hier.

PS: Noch ein Tip. Wenn man in einem richtigen Maennerladen Hosen kaufen will, dann sollte man sich vor dem Verkaeufer nicht mit langen Unterhosen zeigen. Man wird leicht zum Gespoett (das man auch versteht, wenn man kein Spanisch spricht).

Wedding, hurray!



Gabi und Gunnar haben sich getraut! Dank moderner Technik wurden uns die ersten Beweisfotos nur kurze Zeit nach der standesamtlichen Trauung im Altoner Rathaus am 23.1. zugestellt. Dies war natuerlich kein Ersatz fuer die persoenliche Teilnahme, hat den Schmerz des Nicht-dabei-seins aber etwas gemildert. Wedding, hurray!

F***'n cooled.


Wer iummer noch glaubt, dass wir beim Thema Kaelte in Ithaca nur rumflunkern, der betrachte bitte obigen eingefrorenen Wasserfall. Damit solche Zapfen entstehen koennen, muss es schon langanhaltend kalt sein.

Buon Anno.

Wir wuenschen Euch allen ein schoenes und gutes Jahr 2009!


Das Foto enstand uebrigens waehrend unseres Kurztrips nach Italien ueber Silvester. Wir haben dort mit Gabri und Robert sowie mit anderen Freunden gefeiert. Untergekommen waren wir liebenswerterweise bei Michel, der aber leider unterwegs war. Neben viel schlafen sind wir auf alten Spuren gewendelt. Schoen war es!

Road Bowling 2008.


Es gibt in Amerika nichts, was es nicht gibt. Und da hier ja bekanntlich viele Iren eingewandert sind, gibt es hier den Sport road bowling. Ostfriesen ahnen schnell, dass sich dabei eigentlich um 'ihren'-Sport handelt, den wahrscheinlich irgendein verirrter Fischer mit auf die gruene Insel gebracht hat. Das Gute fuer die Ostfriesen ist, dass man dadurch richtige Europameisterschaften ausrichten kann, an denen andere Bosselnationen wie Italien, Spanien oder das Oldenburger Land teilnehmen koennen. Wer uebrigens die highlights bei Bossel-EM verpasst hat, der findet sie hier.
Ob wir es je zu internationalen Tunieren mit unserer jaehrlichen Vorbereitung am Schafsweg schaffen, das sei hier man dahin gestellt. Aber wir ueben fleissig weiter! Fuer eine Nachwuchsgruppe reicht es auch noch nicht, aber der Grundstein dafuer ist ja gelegt.
Mehr Fotos gibt es uebrigens hier.