Samstag, 14. Juni 2008
Niagara falls.
Lange konnten wir das einzigartige Naturschauspiel ganz in unserer Nachbarschaft, es sind nicht mal 175 Meilen, nicht laenger ignorieren und so haben wir uns am letzten Wochenende zusammen mit Enno auf den Weg gemacht. Enno war am Freitag abend zu uns ins beschauliche Ithaca gekommen, so dass wir am Samstag morgen in aller Herrgottsfruehe los rollen konnten. Es war sogar moeglich, die 20 Meter von der Haustuer zum Wagen zu ueberwinden, ohne die Klamtotten voellig durch zu schwitzen. Es war allerdings auch sieben Uhr morgens und hier ist nun wirklich nicht der Ort, um ueber die schreckliche Hitze, die uns hier heimsucht, zu klagen.
Allen Ratschlaegen von kanadischen Kollegen, Reisefuehrern und Schon-da-Gewesenden folgend, sind wir dann auch durch Buffalo durch geduest und haben auf die kanadische Seite ruebergemacht. Da strahlten uns dann gleich die Verkehrsschilder mit den Geschwindigkeitsbegrenzungen in kmh entgegen, die wir geflissentlich ignorierten.
Auf dem riesigen Parkplatz begann dann auch gleich unser komplettes Tagestouristenprogramm. Schnell den Tagespass (mit Brustbeutel!) am Parkplatzhaeuschen gekauft, dann in den People-Mover (so nennen die dn Bus) gesprungen und einen super Tag verlebt.
Man kann nicht gerade behaupten, dass einen ein urspruengliches Naturereignis erwartet (mit den Kasinos und grossen Hotels an der Hauptstrasse, die an den Faellen vorbei fuehrt), aber obwohl es ein Massentourismusziel ist, ist es trotzdem recht charmant; wenn man sich drauf einlaesst. Und das haben wir! Bewaffnet mit mehreren Kamaras und unseren Brutbeuteln haben wir jede Station, deren Eintritt uns durch den Tagespass (mit Brustbeutel!) gestattet war, mitgenommen. Also erstmal die Faelle von der Seite angeschaut, dann das kleine Boot bestiegen, das todesmutig in die Faelle faehrt, die Stromschellen angeschaut, das Schmetterlingsmuseum besichtigt und schliesslich einen langen Tunnel durchschritten, der uns hinter die Faelle fuehrte. Und da man immer, wenn man ans Wasser runter wollte, den Fahrstuhl benutzen musste, war Silvas Adrenalinspiegel jenseits aller Grenzwerte. Das aenderte sich erst, als wir typisch amerikanisch ein abschliessendes Picknick auf einer Gruenflaeche am Parkplatz machten. Wer das schon etwas seltsam findet, dem sei gesagt, dass Enno am liebsten gleich neben dem Auto sitzen geblieben waere. Ja, Nordamerika praegt! Fast 175 Meilen spaeter waren wir dann wieder zu hause. Wie schon beschrieben, es war ein super Tagesausflug. Und die Kanadier? Die sind echt nett!
Die komplimentaere Tagesbeschreibung gibt es uebrigens hier.
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