Sonntag, 27. Juli 2008
Grassroots rockt.
Nach langen Jahren war ich tatsaechlich mal wieder auf einem Festival. Seit 18 Jahren findet hier in Trumansburg das Grassrootsfestival statt, das wohl in dieser Form seines gleichen sucht. Hier kommen sie alle, die Familien, die Oekos, die Studenten, die Hippies, die Jungen und die Alten, die Weitgereisten und vorallem die ganz normalen Leute aus der Gegend, die sich freuen, dass mal was los ist. Drei Tage spielen ganz unterschiedliche Bands (Jazz und Country, Blues und Rock, Punk und Blasmusik, Funk und Folk) aus dem ganzen Land auf dem Gelaende einer Trabrennbahn, auf der auch mehrer Zeltdoerfer enstehen. Die Autos bleiben einige Meilen weit entfernt auf einem Feld, so dass nur die Shuttlebusse zum Gelaende fahren. In diesen Bussen knuepft man dann auch die ersten Kontakte. Der Typ neben mir z.B. arbeitete bei Cornell in der Kueche und kommt schon von Anfang an. Zuerst mit seiner Frau, nun mit seiner Ex-Frau, ihrem Ehemann und seiner Freundin plus einigen Kindern. Es hat zwar ne Weile gedauert, nun waeren sie alle eine "little happy family", meinte er. Ich war leider nicht mit meiner Frau da, die an dem Samstag leider erst aus Boulder zurueck kam, dafuer aber mit Adrienne und ihrem Freund Steve, Greg und Sebastian. Zuerst haben wir uns Blackfire angesehen, eine indianische Punk-Band, die ziemlich abrockte und immer wieder auf den Terrorismus zu sprechen kam, der ihren Leute seit fuenfhundert jahren zusetzt. Die Leute, die vor der Buehne Pogo tanzten, waren uebrigens zwischen 10 und 60. Danach ging es dann zu den Lee-Brothers, die im groessten Zelt die Masse mit super Funk zum Tanzen brachten. Da gab es fuer mich dann auch kein Halten mehr, wobei man noch bedenken muss, dass ich den ganzen Tag voellig nuechtern blieb, da ich ja abends noch zum Flughafen musste.
Also, wenn wir naechstes Jahr noch hier sind, dann campen wir auch auf dem Gelaende fuer die vollen drei Tage!
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