
Endlich hatten wir die Gelegenheit, Ithacas neuste Attraktion kennenzulernen. Ithaca verfuegt naemlich seit letztem Jahr ueber ein Roller-Derby-Team! Von unseren Freunden hier habe ich mir dann erklaeren lassen, dass bei dieser Sportart zwei Frauenteams auf Rollschuhen gegeneinander antreten. Es gilt, die eigene "Jammerin" an den Laeuferinnen des anderen Teams vorbeizulotsen. Dieses versucht allerdings mit allen Mitteln, das zu verhindern.
Die ganze Sache ist in den dreissiger Jahren waehrend der grossen Depression entstanden, als Leute fuer Kohle alles machten. (Mal sehen, was jetzt so alles erfunden wird ;)) Waehrend es damals etwas Verruchtes ("Frauen in kurzen Roecken, die einander schubsen") war, gilt es heute im Fernsehen als mega trashig ("Frauen in kurzen Roecken, die einander schubsen"). Mit diesem Image spielen die Teams, die hier im Nordosten in einer Liga organisiert sind. Unser Team heisst Sufferjets, wobei der Name an den der Fraurechtsorganisation Suffragettes angelehnt ist. Das ganze Spektakel fand in der Eishalle statt, in der sich ziemlich viele Leute allen Alters eingefanden. Nach den beiden Nationalhymnen (die Hymne von Canada wird in Eishockey-Stadien mitgesungen) ging es dann gleich gut zur Sache. Der Moderator wurde dabei vom captain unterstuetzt, die sich leider beim letzten Spiel das Bein gebrochen hat.
Aber seht selbst:
Das beste an der ganzen Sache war, dass es nichts mit Cornell zu tun hat. Es sind einfach ein paar Leute, die Lust haben was Witziges zu machen. Und das ist mal gut so!
Wir hatten auf jeden Fall einen witzigen Nachmittag und ueberlegen, wie man am besten eine Ultravereinigung organisiert.
Ach ja, das richtige Essen gab es natuerlich auch!
PS: Wer immer noch denkt, dass Rollerderby das Gleiche wie Frauenschlammcatchen ist, dem (oder der) sei gesagt, dass bei letzterem keine Rollschuhe erlaubt sind.