Mittwoch, 20. Februar 2008

That's life in America.(4)

Dies ist nicht einer der Maegeninhalte einer Kuh in Neu-Dehli, die fleissig den Muell der Nachbarschaft auffrisst und dann aufgrund der unvermeidlichen Verdauungsprobleme in den Genuss einer Notoperation kommt, die die uebrigen (menschlichen) Slumbewohnern in ihrem ohnehin kurzen Leben hinsichtlich der medizinischen, finanziellen und technischen Aufwands vergoennt bleichen wird. Nein, dies ist die Menge an Plastiktueten, die wir innerhalb einer Woche mit unseren Einkaeufen hinter der Kasse zurueckerhalten haben. Da ist man in Deutschland in den letzten dreissig Jahren so darauf konditioniert worden, dass Plastiktueten nicht unfreundlich sind, dass man diese nur in besonderen Ausnahmefaellen (Bier holen vom Kiosk, Bier holen vom Doenerladen, Bier holen bei der Videothek, fuer Schmutzwaesche im Urlaub) benutzt. Und nun das hier! Man kann sich die Schwere unseres schlechten Gewissens gar nicht vorstellen, wenn wir unsere Einkaeufe zum Auto schleppen. Aber man kann auch wirklich nichts machen, denn in den grossen Laeden schmelzen die Kassier mit der Ware, der Piep-Kasse und eben den Tueten zu einer Einheit, die nicht aufgebrochen werden kann. Nicht etwa, weil alles so schnell gehen wuerde (Das tut es naemlich nicht! Schlafnasen!), sondern weil alles so harmonisch und selbstverstaendlich ist. Jetzt koennte man einwaenden, dass man ja seine eigenen Taschen gleich aufhalten koennte! Tja, haben wir probiert und hat nicht geklappt! Man wird nur wie ein (europaeisches) Auto angeguckt und gefragt, ob die Taschen mit in die Tueten sollen? Darum nehmen wir jetzt jede Tuete so wie sie kommt und benutzen sie einfach als Muelltueten. Ob es der Umwelt nutzt? Das war noch nie der Punkt, aber seitdem wir das machen, schlafen wir wieder besser.

Keine Kommentare: