Schliesslich haben wir es doch geschafft! Trotz aller laecherlichen Wetterbeeinflussungsmassnahmen von wem auch immer sind wir am vergangenen Freitag nach einer
siebenstuendigen Fahrt im Dauerregen wohlbehalten auf Long Island angekommen. Die Stimmung war nur kurz getruebt als wir uns waehrend des eineinhalbstuendigen Staus vor der Washington Bridge von einem Verkehrsschild verhoehnen lassen mussten.

Aber als Enno dann den Tee einschenkte, spaetestens dann war endgueltig alles wieder gut.
In den folgenden zwei Tagen haben wir dann alle Sehenswuerdigkeiten anhand eines austarierten Zeitplan abgearbeitet, so dass jede Sekunde, die wir nicht verplaudert haben, optimal genutzt wurde. Die Auswahl der Sehenswuerdigkeiten erfolgte nach strengen demokratischen Spielregeln, wobei mir fast mit zweidrittel Mehrheit das Stimmrecht entzogen wurde. Schliesslich einigten wir uns auf IKEA, MoMA, Times Square, China Town, Long Island Ferry und Diwan.

Der Ikea-Besuch war in jeglicher Hinsicht ein
Erfolg, den er erlaubte die Vervollstaendigung unserer Wohnungseinrichtung. Jetzt sieht fast alles genauso aus wie in Hamburg (aber nur fast).
Das MoMA war eindrucksvoll wie immer. Neben dem reinen Angucken&Staunen war dann sogar noch ein wenig Zeit fuer eigene Spontankunst.

Verblueffend war allerdings, dass gegen die
allgegenwaertigen, dreisten Faelscher kaum vorgegangen wurde. Mehr Fotos findet ihr
hier. Mein Lieblingsstueck ist uebrigens die
Felltasse.
Am Times Square waren wir dann ein wenig enttaeuscht, denn es waren kaum noch Spuren von dem
Bombenanschlag auf das
Rekrutierungsbuero der Army zu sehen.* Dann haben wir uns halt selbst und
anderes fotografiert.

Zur endgueltigen Reizueberflutung kam es dann in
China Town. Wenn man bisher schon zu dem Schluss gekommen ist, dass Spanisch-Kenntnisse in New York durchaus hilfreich sind, dann ergaenzt man ohne Zoergern saemtliche chinesischen Dialekte nach dem China-Town Besuch. Bis jetzt sind die wichtigsten Infos noch zweisprachig, aber wer weiss wie lange noch?

Aufgrund der
Razzien in den letzten Wochen gegen Produktpiraterie sind zwar
einige Dinge nicht mehr so preisguenstig zu bekommen, aber die traditionellen
Produkte sind ja auch recht reizvoll.
Die Fotos, aufgenommen auf der Faehre nach Long Island, die die beleuchtete Skyline zeigen, sind erheblich besser in unserem Gedaechnis eingespeichert als auf den Chips der Kameras und werden deshalb nicht gezeigt. Auch war die
Freiheitsstatue kaum zu sehen, aber wir hatten unsere eigene ja auch immer dabei.
Nach dem schon fast traditionellem Abschlussessen beim Inder ("Diwan") in der Naehe von
Grand Central Station ging es dann erst mit der Metro nach Queens, bevor uns Enno zurueck nach Long Island kutschierte. Gluecklicherweise war das Auto noch am
gleichen Platz zu finden, von dem wir morgens gestartet waren.
Fazit: Uns besuchen kommen und es mit eigenen Augen sehen!
*Obwohl der Anschlag tief in der Nacht und mittels eines aeusserst schwachen Explosivkoerpers veruebt wurde und wohl mehr eine symbolische Bedeutung haben sollte, distanzieren wir uns von diesem aufs Schaerfste.